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Sabinillas Beach

Strände

Versteckte Strände Costa del Sol: Geheimtipp-Buchten

Versteckte Strände an der Costa del Sol: stille Buchten zwischen Estepona und Manilva, kaum ein Tourist kennt sie. Anfahrt, Parken und Schnorchel-Spots.

8. Mai 20258 Min. LesezeitAktualisiert am 15. Juli 2026

Alle erzählen dir, die Costa del Sol sei eine einzige Betonwand. Halb richtig. Fährst du westlich von Marbella, an Estepona vorbei, lockert sich die Küste. Die Hochhäuser werden weniger. Die Straße biegt landeinwärts um Landzungen, die die Bauträger nie erreicht haben. Und genau zwischen diesen Landzungen liegen die Strände, die wir wirklich nutzen – die, an die wir unsere eigenen Gäste schicken, wenn der Hauptstrand voll ist.

Das hier ist ein Guide von Einheimischen, keine Hochglanzbroschüre. Wir zeigen dir, wo diese Buchten liegen, wie du hinkommst – und, genauso wichtig, wie „versteckt" sie wirklich sind.

Wie versteckt sind die versteckten Strände an der Costa del Sol wirklich?

Diese Strände sind still, nicht geheim. Niemand hält sie von der Karte fern, und wir versprechen keine einsame Insel. Was ihnen fehlt, ist ein Resort im Rücken, ein Beach Club mit dröhnender House-Musik oder eine Reihe Liegen, für die du zahlen musst. An einem Dienstag Ende Mai hast du eine Bucht oft fast für dich allein; am Samstagmittag im August füllt sich dieselbe Bucht mit spanischen Familien und hier lebenden Ausländern, die diese fünf Stellen genauso gut kennen wie wir.

Seien wir ehrlich mit diesem Kompromiss, bevor wir loslegen – das Internet ist voll von „Geheimstrand"-Artikeln, die ein einsames Paradies versprechen und einen vollen Parkplatz liefern.

Stell deine Erwartungen also richtig ein. „Versteckt" heißt an dieser Küste:

  • Keine Bebauung. Buschland und Klippen im Rücken, keine Wohnblocks.
  • Wenig oder keine Einrichtungen. Vielleicht ein Chiringuito in der Nähe, oft gar nichts.
  • Aufwand. Je nach Strand 15 bis 40 Minuten Fußweg vom nächsten Parkplatz, eine Haltebucht am Straßenrand, Ortskenntnis, um die Abzweigung zu finden.
  • Platz. Selbst im Sommer findest du dein eigenes Stück Sand.

Wenn dir das den Tausch wert ist – Ruhe und Wildnis gegen Liegen und Snackbars –, lies weiter. Willst du lieber Duschen, Rettungsschwimmer und ein kaltes Bier in Wurfweite, deckt unser Strandführer für Sabinillas den Hauptstrand mit Blauer Flagge ab.

Warum ist die westliche Costa del Sol noch so ruhig?

Drei Gründe: felsigeres Gelände mit weniger Zufahrten, kommunaler Schutz vor Überbauung, und Reiseführer, die bei Estepona und dem Marbella-Korridor aufhören. Die westliche Costa del Sol – grob von Estepona westwärts Richtung Manilva und bis nach Casares – ist erfrischend unentwickelt geblieben. Während sich die mittlere Küste Hochhäusern und Pauschaltourismus verschrieben hat, hat dieser Abschnitt standgehalten. Keine große Resort-Infrastruktur. Keine ausufernden Beach Clubs. Nur lange Sandstreifen, niedrige Klippen und Felsbuchten, die die meisten Besucher schlicht nie finden – die fünf, die wir unten vorstellen, liegen alle innerhalb von rund 5 km um Sabinillas.

Die Küste hier ist tatsächlich felsiger, mit weniger ausgebauten Zufahrten als in den Ferienorten. Die Gemeinden haben diese Gebiete vor Überbauung geschützt. Und die Touristen folgen den Reiseführern, die sich meist auf Esteponas Hauptstrände und den Marbella-Korridor konzentrieren – die ruhigeren Ecken bekommen bestenfalls einen Absatz.

Wir leben schon lange genug hier, um diese Abschnitte gut zu kennen. An Sommerwochenenden, wenn sich an den Hauptstränden Familien und Sonnenschirme drängen, ziehen wir uns an diese ruhigeren Stellen zurück. Dort hörst du wirklich die Wellen.

Was sind die besten versteckten Strände an der westlichen Costa del Sol?

Fünf Stellen, alle innerhalb von rund 5 km um Sabinillas, jede mit eigenem Charakter. So schneiden sie im Vergleich ab, bevor wir ins Detail gehen – such dir die passende für deinen Tag aus.

StrandAm besten fürSand oder FelsEinrichtungenAndrang im August
Playa ChicaSchnorcheln, Ruhe am frühen MorgenÜberwiegend Fels, wenig SandBeach Club in der Nähe, Rettungsschwimmer im SommerNiedrig–mittel
Playa Ancha (Casares)Familien, ruhiges WasserSandDuschen, Rettungsschwimmer im Sommer, Chiringuitos, Blaue FlaggeMittel
Playa de la SalWilde Landschaft, FotografieSand und KiesEinfach; Rettungsschwimmer im SommerNiedrig–mittel
Playa de las ArenasErnsthaftes Schnorcheln, EinsamkeitFels- und KiesbuchtenFast keineNiedrig
Playa de los TorosPlatz, Picknicks, keine MenschenmassenSteine mit SandfleckenKeine am Sand; kostenloses ParkenNiedrig–mittel

Familienbaden mit dem Sicherheitsnetz eines Rettungsschwimmers? Ab zur Playa Ancha. Auf Tintenfisch-Jagd mit Schnorchel? Playa de las Arenas. Ein breiter, leerer Streifen fürs Picknick? Playa de los Toros. Die Beschreibungen unten gehen auf jeden einzeln ein.

Playa de la Sal – die wilde Küste von Casares

Eingeklemmt zwischen zwei Felsnasen, gleich neben dem alten Wachturm Torre de la Sal: Das ist die Playa de la Sal. Rund 300 Meter Sand und Fels, raue Schönheit, und selbst Mitte August erstaunlich leer. Wer Strand ohne Hochglanz sucht, ist hier richtig.

Das Wasser ist tief und klar, der Untergrund eine Mischung aus Sand und Kies, an beiden Enden felsige Riffe. Dahinter nur Buschland und Klippen. Ein paar Chiringuitos gibt es in der Nähe – allen voran den Chiringuito Beach-Bar La Sal, direkt am Sand. Sie halten sich angenehm zurück. Kein Liegestuhl-Imperium, keine Verkäufer, die im Minutentakt vorbeikommen.

Anfahrt und Parken: Von Sabinillas aus sind es nur 3-4 km und 5-8 Minuten nordöstlich – überquere den Río Manilva und nimm die erste Küstenausfahrt Richtung Casares Costa; der Strand liegt beim Wachturm Torre de la Sal. Der kleine Parkplatz nahe dem Strand reicht meist, dazu ein paar Plätze am Straßenrand. Komm bei Ebbe – dann lässt sich der ganze Abschnitt erkunden, bei Flut wird er deutlich schmaler.

Rettungsschwimmer und Einrichtungen: In der Hochsaison von Juni bis September ist ein Rettungsschwimmer vor Ort, Duschen und einfache Einrichtungen ebenfalls. Gereinigt wird im Sommer, aber sanfter als an den Stadtstränden. Du findest also mehr Treibholz und Strandgut – gehört dazu.

Am besten für: Schwimmer, die ihre Ruhe wollen, Fotografen mit Faible für dramatische Küste, Schnorchler und alle, die den Menschenmassen wirklich entkommen möchten.

Playa Ancha – Geschichte trifft Abgeschiedenheit

Die Playa Ancha schließt direkt an, zwischen dem Torre de la Sal und der Grenze zur Playa de la Sal. Ein großzügiger 1,3 Kilometer langer Sandstreifen, rund 50 Meter tief, mit unaufdringlicher Strandpromenade, Duschen und Rettungsschwimmern im Sommer. Der Name heißt schlicht „breiter Strand", und das stimmt: Hier ist wirklich Platz, auch in der Hochsaison, und trotzdem bleibt es deutlich ruhiger als an den Ferienstränden.

Das Wasser ist geschützt und fällt sanft ab – ideal für Familien und alle, die sich im Meer nicht ganz wohlfühlen. An den felsigen Enden lohnt das Schnorcheln; Lippfische, Tintenfische und kleine Krabben leben im flachen Wasser. Und über allem steht der Turm aus dem 16. Jahrhundert, eine stille Erinnerung an die Zeit, als diese Küste gegen Berberpiraten verteidigt wurde.

Anfahrt und Parken: Von Sabinillas aus sind es nur 2-3 km nordöstlich (rund 5 Minuten mit dem Auto oder ein flacher Spaziergang an der Küste entlang). Nimm die erste Ausfahrt Casares Costa nach dem Río Manilva. Parken ist möglich, kann im Hochsommer aber eng werden – komm vor 11 Uhr oder nach 17 Uhr, um sicher einen Platz zu bekommen.

Einrichtungen: Duschen, ein paar Mülleimer und in der Hochsaison Rettungsschwimmer. Playa Ancha ist außerdem als einziger der fünf Strände Träger von Spaniens offizieller Blauer Flagge — auch 2026 wieder verliehen. Manilvas eigene zwei Flaggen wehen über dem Hauptstrand von Sabinillas und über Las Gaviotas, nicht hier draußen. Casares' Bürgermeister Juan Luis Villalón bezeichnet die Auszeichnung als Anerkennung für „den Einsatz, den wir das ganze Jahr über für die Pflege unserer Küste leisten" – fügt aber schnell hinzu, dass die wilderen Strände der Gemeinde die gleiche Pflege verdienen, nur eben ohne die Flagge. In der Nähe gibt es ein, zwei dezente Chiringuitos für Essen und Getränke, falls du kein Picknick dabeihast. Der Strand ist ruhiger als Sabinillas, aber etwas belebter als die Playa de la Sal.

Am besten für: Familien, die ruhiges Wasser ohne Sommertrubel suchen, Schnorchler, Fans alter Küstenbefestigungen und jeden, der einen Mittelweg zwischen Einsamkeit und etwas Komfort will.

Playa de las Arenas – Felsbuchten und Meeresleben

Die Playa de las Arenas (auf manchen Karten Playa Gobernador) liegt hinter dem Hafen von La Duquesa, rund 4-4,5 km südwestlich von Sabinillas. Ein durchgehender Strand ist das nicht. Eher eine Kette aus Felsbuchten und kleinen Sandflecken unter einer steilen Landzunge. Die Felsen sind hier die Hauptsache.

Zwischen Hafen und dem Weiler Castillo wird die Küste zur geschützten Bucht, übersät mit Felsen, die zum Schnorcheln wie gemacht sind. Das Wasser ist klar und überraschend artenreich: Wolfsbarsche, Lippfische, Tintenfische, Krabben und Seeanemonen leben an den Riffen. Selbst wenn der Strand von Sabinillas voll ist, findest du hier Stellen mit einer Handvoll Schwimmer.

Der Strand ist rund einen Kilometer lang, aber nur etwa 20 Meter tief, mit sanftem Gefälle. Manche Abschnitte haben Sand, andere sind vor allem Kies und Geröll. Treibholz ist häufig – der Preis für einen naturbelassenen Strand. Die Landzunge steigt steil und kaum bebaut an, was den Ort abgelegen wirken lässt, obwohl es nur wenige Kilometer sind.

Anfahrt und Parken: Von Sabinillas folgst du der Küstenstraße nach Südwesten am Hafen La Duquesa vorbei (etwa 4-4,5 km, unter 10 Minuten). Oben auf der Landzunge liegt eine Haltebucht mit herrlicher Aussicht und Parkmöglichkeit, von dort führen Treppen und Pfade hinunter zum Strand. Ambitionierte Wanderer können auch vom Hafen aus der Küste folgen – rechne mit 35 bis 40 Minuten zu Fuß.

Einrichtungen: Sehr begrenzt. An den Felsbuchten keine Rettungsschwimmer, auch wenn der Hafenbereich Grundversorgung bietet. Wasser und Snacks bringst du selbst mit. Dafür bekommst du echte Einsamkeit und richtig gutes Schnorcheln.

Am besten für: ambitionierte Schnorchler, Schwimmer, die ruhiges Wasser in Felsbuchten mögen, Fotografen und alle, die mit wenig Infrastruktur klarkommen.

Playa de los Toros – weit, wild und unterschätzt

Rund 2.400 Meter zieht sich die Playa de los Toros an der Küste von Manilva entlang. Damit zählt sie zu den längsten und am wenigsten erschlossenen Stränden im Westen. Der Name geht auf die Cañada Real de los Barrios zurück, einen alten Viehtriebweg, auf dem früher Rinder die Küste entlang nach Estepona getrieben wurden. Wirkt wie echtes Hinterland, liegt aber nur 4-5 km südwestlich von Sabinillas, unten an der Punta Chullera.

Hier sind mehr Einheimische und Residenten unterwegs als Touristen. Die Infrastruktur ist überschaubar, die Stimmung gelassen, und selbst im August füllt sich der Strand höchstens mittelmäßig. Der Untergrund besteht überwiegend aus mittleren und kleinen Steinen mit ein paar Sandflecken, das Wasser ist tief und klar. Geparkt wird kostenlos. Abgelegen fühlt es sich an, obwohl Sabinillas gleich um die Ecke liegt.

Anfahrt und Parken: Auf der A-7 nach Südwesten Richtung Torreguadiaro/San Roque (4-5 km, unter 10 Minuten). Halte Ausschau nach der ausgeschilderten Abfahrt zur Haltebucht Richtung Punta Chullera / Playa de los Toros – dort gibt es kostenlose Parkplätze für mehrere Dutzend Autos. Der Zugang zum Strand ist vom Parkplatz aus unkompliziert.

Einrichtungen: Minimal. Keine Rettungsschwimmer, keine Duschen, keine Strandbar direkt am Sand. In den umliegenden Orten findest du ein paar Chiringuitos, aber dieser Strand ist etwas für Selbstversorger. Im Sommer wird täglich gereinigt, sanfter als an den Stadtstränden.

Am besten für: Familien, die einen echten Strandtag ohne Trubel und Lärm wollen, Schwimmer mit Platzbedarf, Picknicker und alle, die der Resort-Atmosphäre komplett entkommen möchten.

Playa Chica und die stillen Ecken von Sabinillas

Der Hauptstrand von Sabinillas ist über die Jahre voller geworden. Die Playa Chica nicht. Diese kleine Bucht kurz vor Sabinillas, wenn du aus Richtung Casares kommst, bleibt friedlich – und liegt kaum 2 km von unserer Wohnung entfernt. Die meisten Gäste laufen trotzdem daran vorbei.

Winzig ist sie, rund 300 Meter, eingefasst von Felsnasen. Mehr Fels als Sand, deshalb für Sonnenanbeter weniger reizvoll, fürs Schnorcheln und für Gezeitentümpel dafür perfekt. Das Wasser bleibt ruhig, geschützt von den Klippen ringsum. An einem frühen Sommermorgen hast du die Bucht mit etwas Glück fast für dich, bevor der Tag aufheizt.

Anfahrt und Parken: Auf der Küstenstraße nach Nordosten Richtung Casares Costa (etwa 2 km, 5 Minuten). Halt nach Parkplätzen am Straßenrand beim Playa Chica Beach Club Ausschau. Zu Fuß brauchst du vom Zentrum Sabinillas etwa 15 Minuten über den Paseo, die Strandpromenade. Wer nicht gezielt sucht, fährt leicht vorbei – der Zugang ist unscheinbar.

Einrichtungen: Der Playa Chica Beach Club liegt auf der Landzunge, mit kleinem Restaurant und Bar. Der Strand selbst bietet wenig. Im Sommer ein Rettungsschwimmer.

Am besten für: Tagesgäste aus Sabinillas, Schnorchler, Frühaufsteher auf der Suche nach Ruhe und alle, die Nähe zum Ort ohne die Massen wollen.

Tipp: Geh früh – vor 9 Uhr. Dann stehen die Chancen auf eine leere Bucht am besten, und das Wasser ist am ruhigsten. Für Schnorchler heißt das: klare Sicht und beste Bedingungen.

Was solltest du an einem versteckten Strand ohne Einrichtungen mitbringen?

Pack, als wäre dort nichts – meistens stimmt das auch: Wasser, Sonnenschutz, Badeschuhe und Bargeld, dazu eigenes Schnorchelzeug, falls du welches hast. Anders als an Hauptstränden mit Chiringuitos, Liegenverleih und Läden brauchen diese versteckten Abschnitte etwas Vorbereitung.

  • Wasser und Snacks: Mehr, als du denkst. Verkäufer gibt es an den meisten Buchten keine.
  • Sonnencreme und Hut: Schatten? Praktisch keiner. LSF 50+ ist Pflicht, beim Baden jede Stunde nachlegen.
  • Badeschuhe: Steiniger Zugang, felsiger Grund – Flip-Flops reichen nicht.
  • Handtuch als Schattenspender: Ohne Schirm hilft ein gespanntes Tuch erstaunlich gut.
  • Schnorchelzeug: Wenn du es hast, mitnehmen. Sonst leihst du es in den Strandshops in Sabinillas.
  • Rashguard: Hält die Sonne von den Schultern und das Frösteln im Zaum.
  • Wertsachen: Auto abschließen, nichts Teures offen liegen lassen. Diebstahl ist selten, aber unnötig riskieren musst du es nicht.
  • Bargeld: Manche abgelegenen Chiringuitos nehmen keine Karte.

So findest du diese Strände – Wegbeschreibungen ab Sabinillas

StrandEntfernung von SabinillasFahrtzeitGPS / AnfahrtParkenSchwierigkeit
Playa Chica2 km nordöstlich5 Min.Küstenstraße Richtung Casares Costa; Schild des Playa Chica Beach Club. Oder 15 Min. über die Promenade.Straßenrand, meist freiLeicht – gut ausgeschildert
Playa Ancha (Casares)2-3 km nordöstlich~5 Min.Erste Ausfahrt Casares Costa nach dem Río Manilva. Ausgeschildert.Kleiner Parkplatz, im Sommer vollLeicht – markierter Parkplatz
Playa de la Sal3-4 km nordöstlich5-8 Min.Ausfahrt Casares Costa, beim Wachturm Torre de la Sal.Begrenzt, aber ausreichendMittel – etwas Fußweg
Playa de los Toros4-5 km südwestlichunter 10 Min.A-7 Richtung Torreguadiaro; ausgeschilderte Haltebucht bei Punta Chullera. Kostenloses Parken.Kostenloser Parkplatz (mehrere Dutzend Plätze)Leicht – direkter Zugang
Playa de las Arenas4-4,5 km südwestlichunter 10 Min.Am Hafen La Duquesa vorbei; Haltebucht auf der Landzunge, Pfade hinunter.Haltebucht am StraßenrandMittel – Fußweg über die Landzunge

Tipp: Lad dir vorher die Offline-Karten von Google Maps für die Westküste herunter. Der Empfang ist auf den Landzungen lückenhaft, und auf einem Klippenpfad nach dem Weg zu suchen, macht keinen Spaß.

Wann ist die beste Zeit, um diese versteckten Strände zu besuchen?

Beste Monate: Mai, Juni, September und Oktober. Das Wasser ist warm (18–24 °C), das Wetter stabil, und es ist deutlich leerer als im Juli und August. Für die saisonale Feinplanung wirf einen Blick in unseren Reiseführer zur besten Reisezeit an der Costa del Sol.

Hochsaison (Juli–August): Voller als im Frühjahr und Herbst, aber immer noch viel ruhiger als die Hauptstrände. Komm sehr früh (vor 10 Uhr) oder spät (nach 17 Uhr).

Winter (November–März): Das Wasser ist kalt (12–16 °C), und atlantische Dünung kann die Felsstrände gefährlich machen. Baden nur an ruhigen Tagen mit passenden Bedingungen.

Frühjahr (März–Mai): Auf den Klippen blühen Wildblumen, es wird wärmer, das Wasser klettert auf 16–18 °C. Top zum Wandern und Fotografieren.

Herbst (September–Oktober): Das wärmste Wasser des Jahres, stabiles Wetter und weniger Familienandrang außerhalb der Schulferien.

Gut zu wissen: Während der sommerlichen Siesta zwischen 14 und 17 Uhr wird es selbst an belebten Orten ruhig. Die Einheimischen ziehen sich nach drinnen zurück, die Touristen dösen im Hotel. Oft die beste Zeit, um an der Playa de los Toros noch Platz zu finden.

Was kannst du an diesen versteckten Stränden unternehmen?

Schnorcheln, Picknicken, Fotografieren und Angeln vom Ufer sind die Hauptgründe herzukommen – die Felsbuchten an der Playa de las Arenas und der Playa Chica bieten Schnorchlern das reichste Meeresleben. Hier siehst du, was zu welchem Interesse passt:

Schnorcheln: Playa de las Arenas (Leben in den Felsen), Playa Chica (Gezeitentümpel) und Playa de la Sal (klares Wasser, flache Felsplatten). Am Morgen ist die Sicht am besten und das Wasser am ruhigsten.

Picknicken: Pack in Sabinillas ein. Überall ist genug Platz, um sich für den Tag breitzumachen, ohne dass es eng wird. Die Playa de los Toros bietet das meiste Platzangebot fürs Familienpicknick.

Fotografieren: Die goldene Stunde am frühen Morgen oder späten Nachmittag ist überall ein Erlebnis. Playa Ancha und Playa de la Sal liefern dramatische Klippen, die Felsabschnitte der Playa de las Arenas markante Motive.

Angeln: Vom Ufer mit der Freizeit-Angellizenz der Junta de Andalucía erlaubt – nicht kostenlos, aber günstig: 5,92 € für drei Jahre (gratis nur für über 65-Jährige und IMV-Empfänger) – beliebt an der Playa de los Toros und der Playa de la Sal. Früher Morgen und Abend bringen die besten Fänge.

Gezeitentümpel und Strandgut: Playa Chica und Playa de la Sal haben weite Felsbereiche mit kleinen Tümpeln und Muscheln. Ideal für Kinder und Naturfans.

Ohne Auto zu den versteckten Stränden

Mit dem Auto ist das alles einfach – jede Bucht liegt höchstens rund 15 Autominuten von Sabinillas entfernt. Aber die beiden nächstgelegenen erreichst du auch zu Fuß, und der Küstenbus schließt die Lücken, wenn du etwas Geduld mitbringst.

Zu Fuß von Sabinillas aus. Die Playa Chica ist ein 15-minütiger Spaziergang nordöstlich über die Promenade Richtung Casares Costa. Die Playa Ancha ist ein flacher 30-minütiger Küstenspaziergang in dieselbe Richtung – angenehm in der Kühle des Vormittags, weniger angenehm in der Mittagshitze im August. Beide sind mit Strandtasche und gutem Schuhwerk machbar; mit Kinderwagen und vollem Picknick für sechs Personen ist keine der beiden realistisch.

Mit dem Bus. Der Avanza-Küstenbus zwischen Estepona und La Línea de la Concepción hält in Sabinillas und fährt mehrmals täglich in beide Richtungen die Küstenstraße entlang. Er ist günstig – ein paar Euro –, setzt dich aber nicht direkt an der Bucht ab, sodass du das letzte Stück ab der Hauptstraße zu Fuß gehst. Prüf vorher die aktuellen Fahrpläne auf der Website von Avanza oder des Consorcio de Transporte Metropolitano del Campo de Gibraltar; am Wochenende und an Feiertagen fährt der Bus seltener. Für die weiter entfernten Strände wie die Playa de los Toros spart der Bus gegenüber dem Fußweg ab der nächsten Haltestelle kaum Zeit – wirklich lohnt er sich nur für die Playa Chica oder die Playa Ancha.

Mit dem Auto. So machen es die Einheimischen. Von Sabinillas aus bringt dich die Küstenstraße A-7 nach Südwesten zur Playa de los Toros und zur Punta Chullera, oder die Ausfahrten Casares Costa nach Nordosten zur Playa Ancha und zur Playa de la Sal. Schon ein paar Tage Mietwagen an der Costa del Sol erschließen dir nicht nur diese Strände, sondern auch Casares, Estepona und Gibraltar. Von unserer Strandwohnung in Sabinillas aus erreichst du jeden dieser fünf Strände in unter 20 Minuten, und wir zeigen dir, wo du am Tag selbst am leichtesten parkst.

Willst du mit dem Auto mehrere Buchten an einem Tag sehen, bieten sich die Playa de la Sal und die Playa Ancha als Paar an (beide Casares Costa; zusammen etwa 30 Minuten Fahrzeit), oder die Playa de los Toros und die Playa de las Arenas (die eine südwestlich, die andere gleich hinter dem Hafen; zusammen rund 45 Minuten). Die Playa Chica ist von überall ein kurzer Abstecher.

Was kostet ein Besuch an diesen versteckten Stränden?

Kostenlos bis fast kostenlos. Es gibt keine Liege zu mieten, keinen Eintritt von 20 €, keinen Mindestverzehr am Beach Club – das meiste Geld geht für Benzin und ein Supermarkt-Picknick drauf. Richtig geplant kostet ein Tag am Strand fast nichts:

  • Parken ist kostenlos an der Playa de los Toros und den meisten Haltebuchten am Straßenrand. Die Strände von Casares haben kleine Parkplätze, die kostenlos oder günstig sind.
  • Bring alles selbst mit. Deck dich beim Mercadona oder Lidl in Sabinillas ein – Brot, Jamón, Obst, eine Kühltasche mit Getränken – und du hast ein Strandpicknick für einen Bruchteil der Chiringuito-Preise.
  • Der Bus kostet ein paar Euro, falls du für die näheren Strände keinen Mietwagen willst.
  • Schnorcheln ist die günstigste Unterhaltung überhaupt. Ein Masken-Schnorchel-Set für 15 € aus einem Strandshop in Sabinillas hat sich nach einem Vormittag über den Felsen der Playa de las Arenas schon amortisiert.

Die einzigen echten Kosten sind Benzin oder der Mietwagen, und auf eine Familie oder Gruppe verteilt sind das Cent-Beträge pro Kopf.

Ist Schwimmen an Stränden ohne Rettungsschwimmer sicher?

Ja, wenn du vernünftig damit umgehst. Die meisten dieser Buchten haben die meiste Zeit des Jahres keinen Rettungsschwimmer, also hilft gesunder Menschenverstand enorm weiter – auf drei Dinge kommt es an.

Das Meer. Das ist der Winkel des Mittelmeers, der dem Atlantik am nächsten liegt, und an windigen Tagen – vor allem im Winter und zeitigen Frühjahr, wenn das Wasser nur 12-16 °C hat – drückt Dünung um die Landzunge herum und über die felsigen Einstiege. Sieht das Wasser aufgewühlt aus oder brechen sich die Wellen hart an den Felsen, geh nicht rein. Ruhige Sommermorgen sind eine andere Welt – flach, klar und sanft.

Die Felsen. Mehrere Einstiege führen über Fels oder Kies statt weichen Sand. Badeschuhe ersparen dir blaue Flecken und Ausrutscher. Achte in den Flachwasserzonen um die Felsvorsprünge auf Seeigel; ihre Stacheln tun weh und lassen sich nur mühsam entfernen.

Dich selbst. Schwimm zu zweit, bleib innerhalb deiner Tiefe, und sag jemandem Bescheid, wenn du zu einer abgelegenen Bucht wie der Playa de las Arenas fährst. Im Hochsommer sind meist andere Schwimmer in der Nähe, aber verlass dich nie darauf, dass im Notfall Hilfe zur Stelle ist. Das soll dir keine Angst machen – es ist dieselbe Vorsicht, die jeder vernünftige Schwimmer walten lässt. Such dir einen ruhigen Tag aus, und das hier gehört zu den sichersten, friedlichsten Gewässern der Küste.

Eignen sich die versteckten Strände für einen Tag mit Kindern?

Ja – ruhige Strände und Kinder passen besser zusammen, als man denkt. Das ruhige, flache Wasser an der Playa Ancha eignet sich hervorragend zum Planschen, und die Gezeitentümpel an der Playa Chica und der Playa de la Sal halten kleine Naturforscher stundenlang bei der Jagd nach Krabben und winzigen Fischen auf Trab. Ein günstiges Kescher-Netz und ein Eimer, und der Nachmittag ist gerettet.

Ein paar ehrliche Einschränkungen: Es gibt keine Kioske für den vergessenen Sonnenhut, keine Toiletten an den kleineren Buchten, und bei den felsigen Einstiegen musst du Kleinkinder im Auge behalten. Pack Wechselkleidung, einen gut gefüllten Snackbeutel und reichlich Wasser ein. Für Familien, die mehr Infrastruktur und entspanntere Logistik wollen, deckt unser Guide zur Costa del Sol mit Kindern die familienfreundlichen Optionen die ganze Küste entlang ab.

Plane deinen Besuch

Diese Strände sind ideal, um den Massen zu entkommen, brauchen aber etwas mehr Planung als die Hauptstrände. Verlass dich nicht auf Einrichtungen, Rettungsschwimmer oder Essensverkäufer. Dafür bekommst du Ruhe und einen Strand, der sich noch echt anfühlt.

Suchst du eher etwas mit Infrastruktur, stellt dir unser Guide zu den ruhigen Strandorten an der Costa del Sol zehn Alternativen vor. Bleibst du eine Woche oder länger in Sabinillas, reservier einen Tag für die versteckten Abschnitte. Picknick einpacken, Badesachen, reichlich Wasser. Früh starten, vor 9 Uhr – das sichert dir Einsamkeit und das beste Licht zum Schnorcheln. Und ins Wasser nur bei ruhiger See und wenn du sicher schwimmst.

Verbinde den Strandtag ruhig mit einem Ausflug. Playa Ancha und Playa de la Sal liegen nah am weißen Dorf Casares, das einen Nachmittag zwischen den weiß getünchten Gassen wert ist. Die Playa de los Toros ist rund 30 Minuten von Esteponas Altstadt entfernt. Und die Playa de las Arenas liegt gleich neben dem Hafen von La Duquesa – da bietet sich danach ein Mittagessen an.

Unser Lieblingsplan: vormittags an die Playa Chica (5 Minuten Fahrt von unserer Wohnung) oder die Playa de los Toros (15 Minuten Fahrt), nachmittags durch eines der Dörfer, am frühen Abend zurück nach Sabinillas zu Tapas und einem Glas Wein. Die Strände liefern die Ruhe, die Dörfer Kultur und Küche.

Wenn du direkt bei uns in unserer Strandwohnung buchst, sagen wir dir, welche Bucht zu dir passt – ob du schnorcheln willst, mit den Kindern ins flache Wasser, deine Ruhe oder das beste Foto suchst. Wir haben genug Zeit an diesen Stränden verbracht, um zu wissen, welcher Abschnitt sich wofür eignet und wann du für maximale Ruhe hinfährst.

Mehr über Sabinillas selbst und darüber, was unsere Ecke der Küste ausmacht, liest du in unserem kompletten Reiseführer zu Sabinillas. Und wer die Westküste weiter erkunden will, findet im Reiseführer zu den besten Stränden bei Estepona den ganzen Abschnitt samt Anfahrt.

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